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Geschrieben von: PK   
Bild: © Moritz Thau“13, verliebt, unsichtbar” ist dein erster Roman, wie bist du nach der VÖ von Malbüchern und einem Vampir-Ratgeber dazu gekommen?

Ich wollte schon immer einen Jugendroman schreiben. Die anderen Veröffentlichungen waren sozusagen eine Art Aufwärmung. (lacht) Außerdem habe ich zu Hause einen Stapel von Tagebüchern im Schrank, die ich immer mal wieder amüsiert lese und die mich auf die Idee brachten, einen Roman in Tagebuchform zu schreiben. Die ganzen aufregenden Gefühle der Teenagerzeit kann man am besten in einem Roman beschreiben und vor allem nachempfinden. Vielleicht wollte ich auch noch mal 13 sein.


Worum geht es in dem Roman?

In meinem Roman geht es um die 13-jährige Moni, die sich unsichtbar fühlt, weil sie von ihrer Umwelt nicht genug beachtet wird. Im Vergleich mit ihrer beliebten, klugen und hübschen Schwester ist sie ein richtiges Mauerblümchen. Das nervt und frustriert sie ziemlich, denn im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Laura, die ihre Außenseiterrolle äußerlich sogar betont, sehnt sich Moni danach, im Mittelpunkt zu stehen und von Jungs umschwärmt zu werden.
In den Sommerferien vor dem siebenten Schuljahr erfährt sie, dass der unauffällige Timm aus ihrer Parallelklasse einen tödlichen Unfall hatte. Aus Mitgefühl und Angst, dass ein Mensch einfach vergessen werden könnte, beginnt sie, ihm in ihrem Tagebuch zu schreiben. Moni hält Timm über das Leben an der Schule auf dem Laufenden und erzählt ihm von Lukas, in den sie sich total verknallt hat. Leider weiß sie überhaupt nicht, woran sie bei Lukas ist. Steht er nun auf sie oder ihre Schwester?

Waren deine Erfahrung als 13-jährige ähnlich wie die von Moni, kanntest du jemanden, dem es so erging oder ist alles rein fiktiv?

Meine Hauptfigur Moni ist zwar meiner Fantasie entsprungen, aber sie erlebt und fühlt natürlich einiges, was ich schon mal durchgemacht habe. Ich war zum Beispiel genau wie sie ständig verknallt, ab und zu sogar in mehrere Jungs gleichzeitig. Aber es gab immer den ganz großen Schwarm - wie Lukas in meinem Buch -, um den sich ein Schuljahr oder einen Sommer lang alles gedreht hat.
Zu einem großen Teil hat mich auch meine jüngere Schwester zu der Figur Moni inspiriert. Denn im wirklichen Leben war sie diejenige, die genervt davon war, immer "die kleine Schwester von" zu sein. Ihre Tagebücher waren im Gegensatz zu meinen wütender und chaotischer. Es hat mir viel Spaß gemacht, mich beim Schreiben in die kleine Schwester hineinzuversetzen.

Weshalb ist der Roman in Tagebuchform verfasst?


Weil Tagebuchschreiben in der Pubertät von großer Bedeutung ist. Die meisten Mädchen und auch einige Jungs versuchen in dieser Zeit irgendwann einmal Tagebuch zu führen. Wahrscheinlich, um die ganzen neuen Erfahrungen zu verarbeiten und Dinge loszuwerden, die man keinem so offen sagen kann. Heutzutage kann man Tagebücher vielleicht altmodisch finden, weil heute gebloggt, gepostet und getwittert wird, aber das sind ja immer alles Formen der Selbstdarstellung. Im Tagebuch hingegen schreibt man ehrlicher und ungefilterter auf, was man erlebt und denkt. Es entsteht ein Bild von sich selbst für sich selbst. Ich wollte Moni ganz unmittelbar erzählen lassen, damit der Leser in ihre Gedankenwelt schauen kann.

Weshalb hast du Tagebuch geschrieben und diese auch bis heute aufgehoben?

Einerseits konnte ich Erlebnisse durch das Aufschreiben noch einmal überdenken und sortieren - und vor allem die dazugehörigen Emotionen rauslassen. Andererseits hatte ich immer das Gefühl, dass alles, was mir passiert, wichtig ist. Und was wichtig ist muss festgehalten werden. Wie Moni dachte ich, wenn ich mal tot bin, bleibt wenigstens etwas von mir übrig.
Ich schmeiße doch meine Tagebücher nicht weg, da stehen lauter Sachen drin, an die ich mich sonst nie so genau erinnern könnte! Mit 13 habe ich mal aus Scham vor den eigenen kindischen Gedanken das Tagebuch zerstört, das ich mit zwölf geschrieben hatte. Das habe ich schon kurze Zeit später zutiefst bereut und für immer daraus gelernt! Aber die spannenden Geschichten aus der sechsten Klasse sind trotzdem leider für immer verloren. (lacht)

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Was für ein Schülertyp warst du selbst damals?


Ich selbst war keine Außenseiterin und hatte viele Freundinnen und Kumpels. Im Unterricht hab ich mit meiner besten Freundin ganz hinten gesessen und viel geschwatzt und Quatsch gemacht. Die Pausen mochte ich an der Schule am liebsten. Aber ich wollte auch gute Noten kriegen und habe ordentlich gelernt. In Zensuren ausgedrückt war ich eine Zweier-Schülerin. Vor Mathe hatte ich in der siebenten Klasse richtig Panik. Ich konnte manchmal morgens kaum aufstehen, wenn eine Doppelstunde Mathe auf dem Stundenplan stand. Zum Glück habe ich vor dem Abi meinen Mathe-Schalter noch gefunden.

… und was für ein Mädchentyp?

Ich war auf den ersten Blick zurückhaltend, aber wusste, was ich wollte. Ich war meist zuständig für die Ideen und die Unterhaltung. Ich habe mir schon immer gern Dinge ausgedacht. Außerdem habe ich mich schon im Kindergarten für Jungs interessiert. Meinen ersten offiziellen Freund hatte ich mit 13. Leider habe ich ihn schwer gekränkt, als ich ihn am 11.11. in der Schule nicht heiraten wollte. Ich konnte mich doch nicht so ernsthaft und vor allen Leuten auf einen Jungen festlegen! Ich hatte echt Schiss davor. Er hatte aber schon die Ringe besorgt ... danach hat er nie mehr mit mir gesprochen. Autsch.

Wird es eine Fortsetzung von Monis Leben geben?


Moni glaubt ja, dass sich keine Sau für sie interessiert. Falls das nicht stimmt, habe ich jedenfalls genug Ideen und Material für "14, verliebt, unsichtbar". (lacht)

Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen?

Der erste Berufswunsch, an den ich mich erinnern kann, jetzt mal abgesehen von Winnetou und Zorro, war Schriftstellerin. Die Schreibmaschine meiner Eltern hat mich von Anfang an fasziniert. Ich habe sehr gern auf ihr herumgetippt und mein Papa musste mir die Texte dann vorlesen: kgtffffghl3)ß3"kkkr. (lacht) Als ich dann halbwegs schreiben konnte, habe ich sofort angefangen, Geschichten zu schreiben. Die meisten habe ich aber nicht beendet, weil ich schon wieder andere Ideen im Kopf hatte. Mit ca. 14 Jahren fing ich an Gedichte zu verfassen - die sind kürzer und man kann bei jeder Stimmungsschwankung ein neues schreiben.

Vielen Dank!