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"Aber eigentlich geht es ja darum, dass wir Musik machen wollen, die tanzbar ist und die dann auch irgendwie nach vorne treibt und so sehen dann eben auch unsere Konzerte aus. Also wir wollen, dass die Leute schwitzen!"
Starten wir gleich mal mit der ersten Frage. Ihr habt euch ja 2009 gegründet...
Ja, im Februar war das.
… wie habt ihr euch denn zusammengefunden, also wie kam es dazu?
Also, es war so, dass wir zu dritt, also Pierre, Mirek und ich, schon vorher eine Band hatten, die zum damaligen Zeitpunkt ein bisschen auseinandergegangen ist, weil der Mirek zu dem Zeitpunkt angefangen hat zu studieren, das hat sich alles ein bisschen verlaufen und wir wollten auch irgendwie andere Musik machen, wir hatten damals englischsprachige Musik gemacht. Naja, wir hatten uns dann auch ein halbes Jahr vorher offiziell aufgelöst, aber irgendwie hat es uns dann doch wieder in den Fingern gejuckt und dann haben wir uns halt auch immer wieder getroffen und Musik gemacht, haben die ersten Lieder auf Deutsch geschrieben und irgendwann waren wir dann soweit, dass wir gesagt haben : „Okay wir machen weiter oder besser: Wir starten Neu.“ Dann haben wir gemerkt, dass wir doch noch einen Gitarristen brauchen und haben dann eben den Simon gefragt und der ist dann im Februar mit dazugekommen und dann haben wir auch richtig angefangen, so mit Bandnamen und so.
Und wie seid ihr dann auf den Bandnamen gekommen?
Das wird man immer wieder gefragt. Das ist aber eigentlich total unspektakulär, wir wussten einfach nicht, wie wir heißen wollen und dann haben wir halt überlegt und wir haben uns dann von verschiedenen Dingen inspirieren lassen. Also Fox, zum Beispiel, ist ein Lied von einer Band, die wir sehr cool finden und dann gingen wir irgendwie da in die Richtung und so ging das dann auch immer weiter, dann hatte der Mirek mal, der macht bei uns diesen ganzen Designkram, mit einer Krone irgendein Bild gemalt und dann dachten wir uns, ja, mit einer Krone wäre auch was Cooles und so sind wir dann auf King gekommen und irgendwann stand das dann einfach so im Raum und alle haben gesagt: „Jap, das gefällt uns.“. Seitdem heißen wir eben so.
Wer schriebt bei euch die Texte..oder macht ihr das gemeinschaftlich?
Das kommt drauf an, also in der Regel ist es so, dass wir immer mit der Idee für einen Song in den Proberaum kommen und der Text dann erst entsteht, wenn das Lied soweit unter Dach und Fach ist. Also erst der musikalische Teil und dann der Text, wobei es auch oft so ist, dass, wenn wir im Proberaum sind und den musikalischen Teil machen, dann auch gleich ein paar Textstellen dazukommen und das Ganze dann halt gleichzeitig entsteht. Man fängt dann an mit ein, zwei Zeilen und dann baut sich das darauf auf und, da Pierre ja der Sänger ist, ist es auch schon so, dass er die meisten Texte schreibt, aber auch Mirek, unser Schlagzeuger, hat schon Texte geschrieben. Da hat jeder so seine Finger drin.
Und die Themen kommen dann in diesem Moment?
Ja, richtig. Deswegen sagen wir ja auch immer von uns, dass wir authentisch sind und generationsbedingte Sachen besingen. Also, zum Beispiel Stress mit der Beziehung, Uni, alles Mögliche. Alles, was so zum alltäglichen Leben eines Jugendlichen oder jungen Erwachsenen gehört. Und entsprechend führen wir dann auch unsere Texte, in diesem Rahmen bewegen die sich.
Ihr seid ja optisch doch recht unterschiedliche Typen. Wie würdest du euch denn charakteristisch gesehen beschreiben?
Also, ich würde sagen, es ist schon so, dass wir verschiedene Typen sind, allerdings sind wir alle sehr gute Freunde und als Grundbasis haben wir alle dieselbe Einstellung. Natürlich hat der Eine die Macke und der Andere eine andere Macke, aber ich würde sagen, wir sind irgendwie alle vom selben Schlag. Es ist immer ein bisschen schwierig, sich selber in der Hinsicht zu beurteilen.
Würdest du sagen, der Eine ist vielleicht mehr rockiger oder der Andere ist eher ein wenig ruhiger?
Nee, also das kann ich so gar nicht richtig einschätzen. Wir haben immer gesagt, hier bei uns gabs immer schon ein paar Bands, die so ein bisschen langweilige Musik gemacht haben und da wollten wir raus. Es ist klar, dass jeder irgendwie andere Musikeinflüsse hat, aber in sich, denk ich mal, dass wir alle in dieselbe Richtung gehen wollen. Das geht dann halt bei dem Einen oder Anderen entweder etwas langsamer oder halt schneller voran. Aber eigentlich geht es ja darum, dass wir Musik machen wollen, die tanzbar ist und die dann auch irgendwie nach vorne treibt und so sehen dann eben auch unsere Konzerte aus. Also wir wollen, dass die Leute schwitzen! (beide lachen)
Du hast vorhin über die Uni geredet. Was studierst du denn?
Also, ich selbst studiere an der Uni Ludwigsburg an der Pädagogischen Hochschule Sonderschullehramt und der Pierre, unser Sänger, studiert auch dort, allerdings Grundschullehramt und es war jetzt auch, bis vor kurzem so, dass ich mit ihm zusammen gewohnt habe, jetzt bin ich mit meiner Freundin zusammengezogen. Der Mirek wohnt in Stuttgart und hat Informationsdesign studiert, schreibt jetzt im Moment für eine Bachelorarbeit und der Simon ist aus Heidelberg und hat soziale Arbeit studiert und arbeitet jetzt mittlerweile in Heidelberg.
Wenn ihr dann alle mal damit fertig seid und mal angenommen eure Musikkarriere geht so richtig steil bergauf, würdet ihr euch dann für die Musik entscheiden?
Ja, also wir haben ja jetzt im August mit Blue Cat ein richtiges Label gefunden und wenn es dann wirklich richtig losgehen würde, dann wäre jeder bereit, da mitzumachen, also mindestens mal eine Pause zu machen. Es müsste sich halt einfach ein bisschen lohnen für uns. Es geht uns zwar nicht ums Geld, aber, wenn wir dann mal die Möglichkeit haben, dass wir so viel Geld verdienen würden, dass es uns zum Leben reicht, dann würde hier wahrscheinlich jeder sofort alles hinschmeißen.
Wie kam es denn damals überhaupt zur ersten Veröffentlichung von „Helden“?
Naja, also wir haben dann schon gesagt, dass wir den Leuten dann auch schon mal die Gelegenheit geben wollten, unsere Musik zu hören, also außer bei den Konzerten. Es war auch so, dass unser erstes Konzert direkt die Releaseparty war. Im Februar war ja die Gründung und dann haben wir wirklich ein halbes Jahr nur geprobt und aufgenommen, also halt die Lieder und das Video und haben dann am 15. November 2009, also mit der ersten Show gleich unsere Platte released und die Leute sind da auch echt drauf abgefahren, das war dann schon cool. Wir hatten damit nicht gerechnet und im Nachhinein haben wir uns dann auch gedacht: „Ey, zum Glück haben wir diese CD gemacht.“ Es ist halt so, dass wir ja schon mit der ersten Band Erfahrungen gesammelt haben und das war halt für uns auch schon ganz gut so. Es war auch für uns ein kleines Erinnerungsstück.
Wenn du jetzt 5 Worte hättest um eure Musik zu umschreiben, welche würdest du dann nehmen?
Laut, schnell, hundertprozentig, authentisch und echt.
Was macht ihr denn alle so in eurer Freizeit? Falls da noch etwas Zeit bleibt, neben Musik und Studium...
Mirek und ich, wir sind schon ganz lange befreundet – wir haben uns beim Skateboardfahren kennengelernt. Also, wenn wir Zeit haben, dann fahren wir ganz gerne Skateboard. Pierre spielt gern Fußball, aber auch jetzt nicht regelmäßig oder so und, wie gesagt, Simon arbeitet ja schon und der macht während der Band nicht so viel. Der geht vielleicht ab und zu mal gerne Joggen oder so, aber es ist ja so, dass die Band allein schon sehr viel Zeit frisst und dann noch die Uni dazu und dann hat jeder auch noch eine Beziehung und dann ist das mit der Freizeit auch schon gelaufen. So sehr viel mehr Zeit haben wir dann auch nicht.
Wann hast du eigentlich entdeckt, dass du singen kannst und dass du Spaß an Musik hast?
Musik mache ich schon ganz lange. Ich glaub mit 8 Jahren hab ich angefangen Gitarre zu spielen und die Hauptstimme singe ich ja gar nicht, das macht Pierre. Ich glaube ich habe einfach nur angefangen Musik zu machen, weil wir gemerkt haben, dass uns das gemeinsame Musikmachen großen Spaß macht und naja, jetzt sind wir halt auch stetig bemüht uns zu verbessern und deswegen würde ich auch sagen, dass wir uns auf einem ganz anständigen Niveau bewegen und es auch irgendwie aufwärts geht.
Spielst du noch andere Instrumente?
Also gelernt habe ich Gitarre, aber so Flöte hat man ja in der Schule mal gelernt und ein bisschen Klavier, aber Können würde ich das nicht nennen. Ich behaupte mal, Gitarre kann ich und den Rest nicht, aber das funktioniert schon ganz gut so.
Welchen Stellenwert hat für dich Musik?
Naja, also ich finde Musik ist wirklich das Grundding, also ohne Musik könnte ich mir ein Leben nicht vorstellen, weil ich finde, durch Musik kann man auch immer viel ausdrücken, also für jede emotionale Situation gibt es, meiner Meinung nach, die passende Musik und dementsprechend würde ich behaupten, dass Musik auch eine kommunikative Funktion hat, weil man damit den Leuten ja echt was mitteilt. Also, ich finde Musik ist ultrawichtig.
Wann kam eure Single „Mitten ins Herz“ eigentlich raus?
Das war im Juli, aber das lief damals so ein bisschen unter der Hand und jetzt haben wir ja hier das Label gefunden, deswegen kommt die CD jetzt im Februar noch mal raus und wird dann sozusagen offiziell released. Kann man dann auch im offiziellen Vertrieb kaufen.
Habt ihr danach auch schon was geplant? So etwas wie eine kleinere Tour?
Also es ist so, dass wir uns gerade inmitten der Vorbereitungsphase für unser Album befinden, also schreiben auch gerade weitere Songs, und wir werden im April dann ins Studio gehen, um unser erstes richtiges Debutalbum zu machen und daraufhin wird es dann auch so sein, dass wir danach auf Tour gehen. Für Mai sind bisher, glaub ich, 3 Konzerte bestätigt. Die Termine kann ich auch gleich direkt durchgeben: 24.05. in Stuttgart, 25.05. in Mannheim und am 26. 05. in Kaiserslautern.
Sind auch irgendwann mal Termine im Osten geplant?
Wir sind gerade am Überlegen, denn wir sind schon der Meinung, dass wir dort, wo wir Interviews geben, auch mal hingehen sollten und uns dort blicken lassen müssten. Im Moment ist zwar noch nichts geplant, aber wir hoffen natürlich, dass es demnächst dazu kommt.
So, dann kommen wir jetzt auch schon zur letzten Frage: Wo siehst du dich und die Band in 10 Jahren?
(lacht)Ganz oben auf dem Rock- Olymp. Wie gesagt, wir stehen da alle so sehr dahinter und wünschen uns das auch alle so sehr, dass das hier alles irgendwie funktioniert und dass wir dieses Unternehmen finanzieren können. Meiner Meinung nach haben wir uns in kurzer Zeit sehr stark entwickelt, musikalisch und auch, was die Professionalität angeht und wie gesagt, jetzt kommt die erste richtige Platte mit dem ersten Label und wir freuen uns wahnsinnig. Wenn es weiter so geht, dann sehe ich uns schon ziemlich weit oben. Also „Rock am Ring“ war schon immer unser Ziel und wir werden auch nie eine Karte für „Rock am Ring“ kaufen, weil wir selber dort spielen wollen. (lacht)
Na das ist doch ein Ziel. Vielen Dank für das Interview und einen schönen Tag noch. Tschüss.
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